Anleitung VTM 2: Tank-Monitor einbauen und einstellen
Der Tank-Monitor VTM 2 zeigt die Füllstände von bis zu vier Tanks und die Spannungen von bis zu zwei Batteriegruppen und löst bei einem eingestellten Tankstand oder einer Spannungsschwelle Alarm aus. Er arbeitet an DC 8–32 V, passt in einen Einbauausschnitt von 85 × 85 mm und lässt sich auf Widerstandsgeber, Spannungs- und Stromsensoren, Durchflusssensor, Schwimmerschalter und Gobius 4 einstellen. Diese Seite fasst Einbau, Einstellungen und technische Daten aus der Bedienungsanleitung zusammen.
Stand der Anleitung: Rev. 1C, Januar 2024, Software-Version 1.2 und höher (gilt für VTM und VTM 2). · Vollständige Bedienungsanleitung als PDF (12 Seiten) · Zum Produkt VTM 2
Inhalt
- Lieferumfang und empfohlene Tanksensoren
- Einbau und Anschluss
- Anschlussplan
- Einstellungen und PIN
- Alarme
- Tanks einrichten und kalibrieren
- Betrieb
- Software-Update
- Fehlerbehebung
- Technische Daten
- Häufige Fragen
Lieferumfang und empfohlene Tanksensoren
Im Lieferumfang: Tank-Monitor VTM, 3 steckbare Klemmen (MVSTB 2,5, 2-, 3- und 9-polig), 1 Sicherungshalter ASH1 mit Sicherung FSS 1 A und die Bedienungsanleitung.
| Tankart | Empfohlener Sensor (nicht im Lieferumfang) | Bestell-Nr. |
|---|---|---|
| Frischwasser | Durchflusssensor DFS (1×) | 7 0003 0304 |
| Frischwasser | Tauchrohrsensor TGW 200–800 | 6 6011 7xxx |
| Frischwasser | Drucksensor TDN200 | 6 6025 1208 |
| Benzin | Tauchrohrsensor TGT 200–900 | 6 6011 7xxx |
| Diesel | Tauchrohrsensor TGT 200–900 | 6 6011 7xxx |
| Diesel | Drucksensor TDS200 | 6 6026 1206 |
| Grauwasser / Schwarzwasser | Drucksensor TDN200 | 6 6025 1208 |
| Grauwasser / Schwarzwasser | Ultraschalltanksensor UTV 20–80 | 7 0219 35xx |
| Zubehör für Ultraschallsensor | Bestell-Nr. |
|---|---|
| Schallführungsrohr UFT 40 (40 cm lang) | 7 0219 9400 |
| Schallführungsrohr UFT 80 (80 cm lang) | 7 0219 9800 |
| Abstandsring UTS 25 (25 mm hoch) | 7 0219 9025 |
| Sicherungshalter inkl. Sicherung 1 A für Messleitungen ASH1A | 6 0030 3411 |
Sensoren anderer Hersteller lassen sich ebenfalls anschließen. Hinweis aus der Anleitung: Nur beim Durchflusssensor DFS ist die Literanzeige genau, weil er Liter misst. Bei allen anderen Sensoren wird der gemessene Füllstand nur umgerechnet und kann je nach Sensorgenauigkeit nie litergenau sein. Passende Geber: TGW, TGT, UTV, TDS / TDN 200, DFS 24. Welcher zu Ihrem Tank passt, zeigt der Tankgeber-Finder.
Einbau und Anschluss
Einsatzort: Der Monitor ist für Yachten konstruiert, läuft nur an Kleinspannung DC 8–32 V und gehört in geschlossene Räume, geschützt vor Regen, Feuchtigkeit, Staub und Kondenswasser. Nicht im Außenbereich und nicht dort einbauen, wo Explosionsgefahr durch Gas oder Staub besteht. Der Anschluss darf nur von Elektrofachkräften vorgenommen werden; vorher die Batteriezuleitungen abklemmen und auf die richtige Polung achten. Die Zuleitung zur Stromversorgung muss abgesichert werden.
- Montage an einer geschützten, trockenen und gut sichtbaren Stelle, damit der Monitor jederzeit abgelesen werden kann.
- Einbauausschnitt 85 × 85 mm, erforderliche Mindesttiefe 35 mm.
- Rückseitig: 3-polige Klemme für die Stromversorgung, 9-polige Klemme für die Tanksensoren, 2-polige Klemme für den potentialfreien Relaiskontakt, Micro-SD-Steckplatz für Software-Updates.
- Die Spannung der ersten Batterie wird an der Plus-Klemme (12/24 V) der Versorgung gemessen, die zweite an der Klemme Batt.2+.
Tanksensoren anschließen
- Bis zu vier Tanks. Weniger Tanks: Der erste Sensor kommt an TG 1, bei zwei Sensoren werden nur TG 1 und TG 2 verwendet.
- Widerstandssensoren (z. B. TGT, TGW) und aktive Sensoren (z. B. Drucksonde TDS) dürfen gemischt angeschlossen werden.
- Ein Durchflusssensor DFS gehört nur an die DFS-Klemmen (DFS+ / Minus / DFS S). Dann muss TG 1 frei bleiben, weil der DFS nur über Tank 1 aktiviert werden kann. Es darf höchstens ein DFS angeschlossen werden.
- Wird die Versorgung (rote Leitung) eines Ultraschallsensors nicht über den VTM, sondern direkt aus dem DC-Bordnetz gespeist, muss sie mit 1 A abgesichert werden.
- Die Minusleitungen der Tanksensoren gehören an die Klemme Minus (−), um Fehlmessungen zu vermeiden.
Anschlussplan

Schema aus der Bedienungsanleitung, von oben nach unten: Spannungsmessung der Starter- und der Verbraucherbatterie (Batt.2+ und 12/24 V, je mit 1 A abgesichert), Widerstandsgeber TGx an TG 1–4 und Minus, Drucksonde TDx (4–20 mA) und Ultraschallsensor UTV mit den Leitungsfarben rot, schwarz und gelb, Durchflusssensor DFS an DFS S, DFS+ und Minus.
Einstellungen und PIN
Die Einstellungen öffnen Sie über das Zahnrad-Symbol rechts unten im Hauptbildschirm. Die PIN ist im Auslieferungszustand 1234. Untermenüs: Anzeige, Batterie, Alarme und die Tankeinstellungen (1–4) auf der zweiten Seite.
| Einstellung (Menü Anzeige) | Werte |
|---|---|
| Sprache | DE / FR / GB … |
| Helligkeit max. | 15–100 % |
| Helligkeit Auto | ON / OFF |
| Auto Stand by | OFF / x s / min |
| Schwelle Nachtmodus | 3…30 |
| Weitere | PIN ändern, Anzahl der Tanks, Tankinhalt-Einheit (L/g), Werkseinstellung laden, Anzeige der Batteriespannung, Software-Version |
Schwelle Nachtmodus kalibrieren: Den Lichtsensor (links mittig am Display) mit dem Finger abdecken und den Wert in der Klammer ablesen. Zu diesem Wert zwei addieren und eintragen. Fällt der Messwert unter die Schwelle, wird das Display abgedunkelt; übersteigt er die Schwelle +10, leuchtet es wieder normal.
Alarme
Ein Tank-Alarm wird durch Blinken des Tanksymbols angezeigt, ein Spannungsalarm im Batteriesymbol. Zusätzlich lassen sich optisch (Displaybeleuchtung blinkt), akustisch (interner Summer) und über das potentialfreie Relais (max. 1 A) ausgeben. Optischer und akustischer Alarm werden durch Berühren des Bildschirms quittiert oder schalten nach einer einstellbaren Zeit (0–255 s, 0 = immer ein) selbst ab.
| Alarm | Einstellbereich |
|---|---|
| Tank 1–4 | 0 % Alarm aus, 1–50 % Leer-Alarm, 51–99 % Voll-Alarm, jeweils 15 s verzögert; Alarm löst sich bei 5 % Wertänderung auf |
| Batterie 1 und 2: Unterspannung | 9–24 V |
| Batterie 1 und 2: Überspannung | 14–32 V |
Liegt an Batt.2+ mehr als 8 V an, wird dies als Batterie gemeldet; ein Spannungsalarm entsteht, wenn die Spannung 20 s lang die Schwelle über- oder unterschreitet. Für 24-V-Batterien müssen die Spannungsalarme unbedingt angepasst werden.
Tanks einrichten und kalibrieren
Das Tankmenü öffnet sich über die Pfeiltaste neben dem Tank. Dort stellen Sie Tanktyp (Wasser, Diesel, Benzin, Fäkalien, Grauwasser), Volumen (max. 9999 l) und Sensortyp ein. Stimmt der Tanktyp nicht zum Sensor, zeigt der Monitor „---“ oder einen falschen Wert.
| Sensortyp | Tanksensor / Bereich | Anpassung |
|---|---|---|
| TGX 10–180 (Ohm) | philippi TGT / TGW, 10–180 Ω (10 Ω leer, 180 Ω voll) | optional |
| 240–33 (Ohm) | 240 Ω leer, 33 Ω voll | optional |
| User R | passiver Widerstandssensor 1–1000 Ω | notwendig |
| User V (UTV) | Spannungssignal bis 0–10 V, Werkseinstellung UTV 0,5–2,5 V | notwendig |
| UTV 40/80 | UTV 40 bis 40 cm Tanktiefe, UTV 80 von 40 bis 80 cm; Tanktiefe in cm eingeben | optional |
| TDS / 4–20 mA | Stromausgang 4–20 mA, z. B. TDS200, TDN200, TDT 250 | notwendig |
| DFS (abwärts / aufwärts) | Durchflusssensor DFS, nur Tank 1, Füllstand manuell eingeben | nicht möglich |
| TRS | Schwimmerschalter TRS (oben) oder RSW/DSW (seitlich), ohne Vorwiderstand | nicht möglich |
| Gobius4 | Gobius 4 (1–4 V), Darstellung in 4 Schritten | nicht möglich |
Beim DFS (abwärts) wird der Tank im Display entleert, beim DFS (aufwärts) gefüllt, etwa um die Menge eines Wassermachers zu erfassen. Beim Sensortyp User R funktioniert die Einstellung nur mit passiven Widerstandssensoren, nicht mit kapazitiven oder aktiven Widerstandssensoren (z. B. philippi UTR).
Kalibrieren (bei User R, User V und TDS zwingend), drei Wege:
- Schrittweise befüllen: Bei leerem Tank den Messwert unten mittig ablesen und bei 0 % eintragen, dann bei 25, 50, 75 und 100 % Befüllung wiederholen. Ergibt auch bei ungewöhnlicher Tankform den richtigen Inhalt.
- Bei vollem Tank (z. B. TDS200): Messwert mit Sonde außerhalb des Tanks bei 0 % eintragen, nach dem Einbau bei 100 %. Die Differenz durch 4 teilen und schrittweise addieren, um 25, 50 und 75 % zu erhalten.
- Werte bekannt: Die Werte für 0, 25, 50, 75 und 100 % direkt eingeben.
Mehr zur Auswahl und zum Einbau der Geber: Füllstandsmessung im Tank.
Betrieb
Der Tank-Bildschirm zeigt die Füllstände als Balkendiagramm; die Messung läuft automatisch und wird alle 5 Sekunden abgefragt. Durch Drücken auf das Tanksymbol wechselt die Anzeige zwischen Prozent, Liter und ohne Zusatzanzeige. Unten erscheinen bis zu zwei Batteriespannungen der Zusatzbatterien, deren Namen und Alarmschwellen einstellbar sind.
Software-Update
- Die Update-Datei auf eine leere Micro-SD-Karte (FAT32) kopieren, ohne Ordner, in die oberste Ebene.
- Karte in den Steckplatz auf der Rückseite schieben und die Stromversorgung trennen.
- Stromversorgung wieder einschalten. Der Monitor erkennt die neue Software, installiert sie automatisch und zeigt den Fortschritt an.
Startet der Monitor normal, wurde keine Karte erkannt oder die Software ist schon aktuell.
Fehlerbehebung
- Anzeige stimmt nicht: zuerst die Tanksensoren und ihre Zuleitungen prüfen, sie sind in der Regel die Fehlerursache. Im Menü Anpassung lässt sich der aktuelle Messwert des Sensors ablesen.
- „----“ über dem Tank: Der Messwert liegt außerhalb des erwarteten Bereichs, oder es ist kein Sensor angeschlossen.
- Tanktyp und Sensortyp passen nicht zusammen: Es erscheint „---“ oder ein falscher Wert.
Technische Daten
| Versorgungsspannung | DC 8–32 V |
| Stromaufnahme Monitor (ohne Tanksensor) | 83 mA bei maximaler Displayhelligkeit, 7 mA im Sleep-Mode |
| Messbereich U1 / U2 | je 8–32 V, Auflösung 30 mV, Genauigkeit 0,25 % |
| Relais | potentialfrei, max. 1 A |
| Abmessungen Monitor | 105 × 105 × 40 mm |
| Einbauausschnitt / Mindesttiefe | 85 × 85 mm / 35 mm |
| Konformität | EMV-Richtlinie 2014/30/EG, EN 61000-6-1, EN 61000-6-3 |
Garantie: zwei Jahre ab Kaufdatum, bei Material- oder Fertigungsfehlern. Bei Fragen zum Einbau oder für eine Reparatur: Kontakt · Garantie und Reparatur · Alle Bedienungsanleitungen. Für zusätzliche Batterieüberwachung und NMEA 2000: Anleitung BTM2.
Häufige Fragen
Wie lautet die PIN für die Einstellungen des VTM 2?
Im Auslieferungszustand lautet die PIN 1234. Drücken Sie im Hauptbildschirm das Zahnrad-Symbol unten rechts, geben Sie die PIN ein und bestätigen Sie mit OK. Danach erreichen Sie die Einstellungen Anzeige, Batterie, Alarme und die Tankeinstellungen für Tank 1 bis 4. Die PIN lässt sich im Menü Anzeige ändern. Die Tankeinstellungen bleiben auch bei Ausfall der Versorgungsspannung gespeichert.
Wie schließe ich mehrere Tanksensoren am VTM 2 an?
Der VTM 2 überwacht bis zu vier Tanks. Der erste Sensor kommt an TG 1, weitere der Reihe nach. Widerstandssensoren wie TGT und TGW dürfen gemischt mit aktiven Sensoren wie der Drucksonde TDS angeschlossen werden. Ein Durchflusssensor DFS gehört an die DFS-Klemmen, dann bleibt TG 1 frei. Es kann höchstens ein DFS angeschlossen werden.
Wie stelle ich Alarme für Tankstände ein?
Für jeden der vier Tanks lässt sich eine Alarmschwelle einstellen. Werte von 1 bis 50 Prozent lösen einen Leer-Alarm aus, Werte von 51 bis 99 Prozent einen Voll-Alarm, jeweils um 15 Sekunden verzögert; 0 Prozent schaltet den Alarm aus. Zusätzlich lassen sich Summer und das potentialfreie Relais mit höchstens 1 A zuordnen. Berühren des Bildschirms quittiert den Alarm.
Was bedeutet die Anzeige mit vier Strichen über einem Tank?
Zeigt der Tank-Bildschirm vier Striche, liegt der Messwert des Sensors außerhalb des erwarteten Bereichs, oder es ist kein Sensor angeschlossen. Prüfen Sie zuerst die Tanksensoren und ihre Zuleitungen, denn sie sind in der Regel die Fehlerursache. Im Menü Anpassung lesen Sie den aktuellen Messwert ab. Stimmt der Tanktyp nicht zum Sensor, erscheint ebenfalls kein oder ein falscher Wert.
