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Gobius C von außen montieren: Klebefläche, Kalibrierung, Anschluss

6 Min Lesezeit
Kurz beantwortet

Der Gobius C wird von außen auf die Tankwand geklebt und misst hindurch — ohne den Tank zu öffnen. Entscheidend ist die Klebefläche: eben, gereinigt, mit gleichmäßiger Wandstärke und freiem Messweg nach oben. Eingerichtet wird per Bluetooth-App mit Tank-Rechner und Wellendämpfung; die analogen Ausgänge 0–190 Ohm, 240–33 Ohm, 4–20 mA und 0–5 V passen zu vorhandenen Rundinstrumenten. Die maximale Tanktiefe beträgt zwei Meter.

Der Gobius C misst von außen durch die Tankwand hindurch. Kein Loch, kein Eingriff in den Tank, kein Leckagerisiko — das ist der Grund, weshalb er bei bestehenden, schwer zugänglichen Tanks oft die einzige praktikable Lösung ist. Der Preis dafür ist eine Montage, bei der die Vorbereitung über das Ergebnis entscheidet.

Warum die Klebefläche alles ist

Der Sensor sendet ein Signal durch die Tankwand und wertet aus, was zurückkommt. Damit das funktioniert, muss der Übergang vom Sensor in die Tankwand sauber sein — ohne Luftspalt, ohne Verunreinigung, ohne Unebenheit.

Ein Luftspalt von Bruchteilen eines Millimeters genügt, damit das Signal an der Grenzfläche reflektiert wird, statt in den Tank zu gehen. Die Folge ist kein falscher Messwert, sondern gar keiner — oder einer, der sich nicht bewegt.

Deshalb liegen dem Sensor ein Reinigungstuch und zusätzliches Klebeband bei. Beides ist nicht Zubehör, sondern Teil des Verfahrens.

Die richtige Stelle finden

Vier Kriterien für den Montageort:

  • Eben. Eine gewölbte Fläche lässt sich nicht vollflächig verkleben.
  • Gleichmäßige Wandstärke. An einer Naht, einer Verstärkung oder einer Schweißstelle ändert sich die Wandstärke — und damit das Signal.
  • Freier Weg nach oben. Der Sensor misst von unten nach oben durch die Flüssigkeit. Einbauten, Schwallbleche oder ein Rohr im Messweg erzeugen falsche Echos.
  • Zugänglich. Die Kalibrierung geschieht am eingebauten Sensor — und man will nicht dabei unter dem Boden liegen.

HinweisDie maximale Tanktiefe beträgt zwei Meter. Bei tieferen Tanks stimmt die Messung im oberen Bereich nicht mehr — dann gehört ein anderes Verfahren gewählt, statt die Position zu verschieben.

Kunststoff- und Metalltanks

Durch Kunststofftanks funktioniert die Messung direkt. Bei Metalltanks ist der Weg ein anderer: Dafür gibt es einen Montageadapter, der sich an die Standardbohrungen in Metalltanks anpassen lässt — üblicherweise das Maß 1 1/4 Zoll.

Vor der Bestellung gehört deshalb geklärt, aus welchem Material der Tank besteht und ob eine passende Bohrung vorhanden ist. Das ist einer der wenigen Punkte, an denen die Antwort das Zubehör bestimmt und nicht umgekehrt.

Einrichten per App

Konfiguriert wird der Sensor über Bluetooth per Smartphone. Die App steht in zehn Sprachen zur Verfügung und bringt zwei Funktionen mit, die den Alltag ausmachen: einen Tank-Rechner, der aus den Abmessungen das Volumen ermittelt, und eine Dämpfung der Wellenbewegung, die schwappende Werte glättet.

Die sinnvolle Reihenfolge:

  1. Sensor kleben und Verbindung prüfen, bevor irgendetwas eingestellt wird.
  2. Tankgeometrie eintragen, damit der Rechner ein Volumen kennt.
  3. Bei bekanntem Pegel abgleichen — idealerweise einmal leer und einmal voll.
  4. Dämpfung setzen, nachdem man gesehen hat, wie stark die Werte in Bewegung schwanken.
  5. Alarme setzen — zwei getrennte Ein- und Ausgangsalarme für leeren und vollen Tank stehen zur Verfügung.

Anschluss an vorhandene Instrumente

Der Sensor gibt die gängigen analogen Signale aus: 0–190 Ohm, 240–33 Ohm, 4–20 mA und 0–5 V. Damit lässt er sich an verbreitete analoge Rundinstrumente anschließen, ohne dass die Anzeige getauscht werden muss.

Das ist im Refit oft der ausschlaggebende Punkt: Ein vorhandenes Instrumentenfeld bleibt, nur die Messstelle wird ersetzt — und zwar ohne den Tank zu öffnen.

Die Betriebsspannung liegt bei 9–30 V DC, die Stromaufnahme im Standby bei 20 mA. Die Auflösung beträgt ±2 bis 3 mm, die Schutzart IP44 — also spritzwassergeschützt, nicht für dauernde Nässe gedacht.

Die Varianten

Es gibt den Sensor in mehreren Ausführungen: mit analogen Ausgängen für klassische Instrumente, in einer Version für NMEA-2000-Netzwerke und in einer Basisausführung. Die Wahl fällt über die Anzeigeseite — also darüber, wohin der Wert soll: auf ein Rundinstrument, auf den Kartenplotter oder auf eine einfache Anzeige.

Typische Fehler

  • Auf ungereinigter Fläche geklebt. Ein Luftspalt von Bruchteilen eines Millimeters genügt, damit gar nichts ankommt.
  • An einer Naht oder Verstärkung montiert. Wechselnde Wandstärke verfälscht das Signal.
  • Einbau im Messweg übersehen. Schwallbleche und Rohre erzeugen falsche Echos.
  • Bei Metalltank ohne Adapter geplant. Dafür gibt es den Montageadapter für die Standardbohrung.
  • Tanktiefe über zwei Meter. Jenseits davon hilft kein anderer Montageort.
FAQ

Häufige Fragen

Muss ich den Tank für die Montage öffnen?

Nein. Der Sensor wird von außen aufgeklebt und misst durch die Tankwand hindurch — ohne Ausbau und ohne Leckagerisiko. Bei Metalltanks kommt ein Montageadapter für die übliche Standardbohrung zum Einsatz.

Meist wegen der Klebefläche. Schon ein Luftspalt von Bruchteilen eines Millimeters reflektiert das Signal an der Grenzfläche, statt es in den Tank zu lassen. Die Fläche muss eben, gereinigt und vollflächig verklebt sein — Reinigungstuch und Klebeband liegen bei.

In der Regel ja. Der Sensor gibt 0–190 Ohm, 240–33 Ohm, 4–20 mA und 0–5 V aus und passt damit zu verbreiteten analogen Rundinstrumenten. Im Refit bleibt das Instrumentenfeld erhalten, nur die Messstelle wird ersetzt.

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Erstellt 16.09.2026 · Zuletzt geprüft 09.09.2026

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