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Wasserverbrauch statt Füllstand: den Durchflusssensor DFS 24 nutzen

5 Min Lesezeit
Kurz beantwortet

Der DFS 24 sitzt in der Frischwasserleitung und zählt mit 1000 Impulsen je Liter Durchflussmengen von 1 bis 25 l/min. Weil er Liter zählt statt Höhe zu messen, ist er unabhängig von der Tankform und löst auch kleine Entnahmen auf. Er braucht dafür einen Startpunkt nach jedem Befüllen und muss vor jeder Verzweigung sitzen. Im P-Bus bleibt für ihn das Tankinterface CMT3 erforderlich.

Eine Füllstandsmessung sagt, wie viel noch da ist. Eine Durchflussmessung sagt, wie viel entnommen wurde. Das klingt nach derselben Information, ist aber eine andere Messung — und bei Frischwassertanks häufig die genauere.

Zählen statt schätzen

Der DFS 24 sitzt in der Frischwasserleitung und zählt, was hindurchfließt. Er liefert 1000 Impulse je Liter bei einem Messbereich von 1 bis 25 Litern pro Minute. Der Monitor rechnet daraus den Verbrauch und den verbleibenden Tankinhalt.

Der Vorteil gegenüber einer Füllstandsmessung liegt in der Unabhängigkeit von der Tankgeometrie. Ein Frischwassertank, der dem Möbelbau folgt und unten schmal ist, macht jeder Höhenmessung Schwierigkeiten — der Durchflusszähler interessiert sich dafür nicht. Er zählt Liter, und Liter sind Liter.

Hinzu kommt die Auflösung. Tausend Impulse je Liter bedeutet, dass auch kleine Entnahmen erfasst werden — eine Höhenmessung sieht davon nichts, weil sich der Pegel nicht messbar bewegt.

Was die Methode nicht kann

Eine Durchflussmessung zählt ab einem Startpunkt. Diesen Startpunkt muss jemand setzen — typischerweise beim Befüllen des Tanks.

Daraus folgt die einzige echte Schwachstelle: Wird nachgefüllt, ohne dass der Zähler zurückgesetzt wird, läuft die Rechnung auseinander. Das ist dasselbe Prinzip wie bei der Amperestundenzählung an der Batterie — sie braucht einen Bezugspunkt, den die Messung selbst nicht liefern kann.

Ebenso wenig erfasst der Zähler, was am Sensor vorbei entnommen wird. Ein zweiter Abgang vor dem Sensor, ein Ablasshahn, eine Leitung zum Deckwaschsystem — all das fällt aus der Bilanz.

HinweisDer Sensor gehört deshalb so nah wie möglich an den Tankausgang, vor jede Verzweigung. Was hinter ihm abzweigt, wird gezählt; was davor abzweigt, nicht.

Einbau in die Leitung

Der Sensor hat einen Anschlussflansch für Schläuche mit 10–12 mm Durchmesser. Für Halbzoll-Schläuche gibt es einen separat erhältlichen Anschlussflansch.

Das Gehäuse misst 110 x 23 x 57 mm, die Anschlussleitung ist 20 cm lang. Diese 20 cm sind der Punkt, den man beim Planen übersieht: Der nächste Anschlusspunkt für die Verlängerung muss in dieser Reichweite liegen, oder es braucht eine Verbindungsstelle im nassen Bereich — was man vermeiden will.

Drei weitere Punkte:

  1. Durchflussrichtung beachten. Der Sensor ist gerichtet; verkehrt herum eingebaut zählt er nicht richtig.
  2. Zugänglich montieren. Eine Wasserleitung wird irgendwann gelöst — dann will man an die Stelle herankommen.
  3. Nicht am tiefsten Punkt. Dort sammelt sich, was sich in einer Wasserleitung sammelt.

Anschluss an die Anzeige

Der Sensor lässt sich direkt an die gängigen Tankmonitore anschließen. Im P-Bus-System erfolgt die Anbindung über das Tankinterface CMT3 — und das ist eine Einschränkung, die man kennen sollte: Auch bei einem System-Monitor mit integriertem Tankinterface bleibt für den Durchflusssensor das separate CMT3 erforderlich.

Wer also mit vier Tankgebern auskommt und deshalb auf ein separates Interface verzichten wollte, muss diese Rechnung neu machen, sobald ein Durchflusssensor dazukommt.

Zwei Sensoren für einen Watermaker

Mit zwei Durchflusssensoren lässt sich ein Watermaker vollständig bilanzieren: Einer misst, was produziert wird, der andere, was verbraucht wird. Die Differenz ist die tatsächliche Veränderung im Tank.

Das ist die Konstellation, in der die Durchflussmessung ihren größten Vorteil ausspielt — weil beide Richtungen erfasst werden und die Bilanz vollständig ist, ohne dass der Pegel je gemessen werden muss.

Beides kombinieren

Die beiden Verfahren schließen einander nicht aus, und zusammen sind sie besser als jedes für sich. Die Füllstandsmessung liefert den absoluten Bezugspunkt, den der Zähler braucht; der Zähler liefert die Auflösung, die der Füllstandsmessung fehlt.

Praktisch heißt das: Der Pegelwert setzt den Zähler nach jedem Befüllen zurück, und zwischen den Befüllungen ist der Zähler der genauere Wert. Genau dieses Zusammenspiel gibt es an der Batterie auch — dort setzt die Vollladung die Amperestundenzählung zurück.

Typische Fehler

  • Sensor hinter einer Verzweigung montiert. Was davor abzweigt, fällt aus der Bilanz.
  • Durchflussrichtung vertauscht. Der Sensor ist gerichtet.
  • Zähler nach dem Befüllen nicht zurückgesetzt. Die Rechnung läuft dann dauerhaft auseinander.
  • Beim P-Bus das CMT3 nicht eingeplant. Für den Durchflusssensor bleibt es erforderlich, auch bei integriertem Tankinterface.
  • 20 cm Anschlussleitung übersehen. Der nächste Anschlusspunkt muss in Reichweite liegen.
FAQ

Häufige Fragen

Wo muss der Durchflusssensor sitzen?

So nah wie möglich am Tankausgang und vor jeder Verzweigung. Was hinter ihm abzweigt, wird gezählt; was davor abzweigt — ein Ablasshahn, eine zweite Leitung —, fällt aus der Bilanz.

Sie kann es, ist aber in Kombination besser. Der Zähler braucht nach jedem Befüllen einen Startpunkt, den er selbst nicht liefert — den gibt die Füllstandsmessung. Dazwischen ist der Zähler der genauere Wert.

Ja, für den Durchflusssensor bleibt das CMT3 erforderlich — auch dann, wenn der System-Monitor bereits ein integriertes Tankinterface für die Tankgeber mitbringt. Das gehört in die Planung, bevor man auf ein separates Interface verzichtet.

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