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PSM 3, PSL oder PSL Plus: den richtigen System-Monitor wählen

6 Min Lesezeit
Kurz beantwortet

Alle drei Monitore zeigen dieselben P-Bus-Daten und werden ohne Computer direkt am Gerät konfiguriert. Der PSM 3 hat 3,5 Zoll, einen Ausschnitt von 88 x 88 mm und arbeitet mit 8–64 V. PSL und PSL Plus haben 5 Zoll und einen Ausschnitt von 140 x 85 mm bei 8–32 V. Der PSL Plus nimmt zusätzlich vier Tankgeber und zwei Temperatursensoren direkt auf und erspart damit ein separates Tankinterface.

Alle drei Monitore zeigen dieselben P-Bus-Daten. Der Unterschied liegt in der Displaygröße, im Bedienkonzept, im Einbauausschnitt — und bei einem von ihnen in einem integrierten Tankinterface, das ein separates Gerät überflüssig macht.

HinweisPSL und PSM 3 stellen auch die Werte einer BullTron-Batterie dar, die direkt am P-Bus eingebunden ist — ohne Batteriemanagement-Shunt. Was dabei angezeigt wird, steht im Beitrag BullTron-Batterie direkt am P-Bus einbinden.

Was alle drei gemeinsam haben

Sie sind Anzeige und Bedienteil des P-Bus. Sie passen sich automatisch an die angeschlossenen Komponenten an und zeigen nur die Menüs, für die tatsächlich Daten vorliegen. Die Konfiguration erfolgt bei allen dreien direkt am Gerät — ein Computer oder eine Konfigurationssoftware ist nicht nötig.

Alle drei zeichnen Daten auf einer SD-Karte auf, alle drei bringen ein M12-T-Kabel und beide P-Bus-Terminatoren mit, und alle drei lassen sich mehrfach an Bord installieren — mehrere Monitore zeigen dieselben Daten synchron an.

PSM 3: kompakt und in den Standardausschnitt

Der PSM 3 hat ein 3,5-Zoll-TFT-Display mit Glas-Touchscreen und misst 105 x 105 x 35 mm bei einem Einbauausschnitt von 88 x 88 mm. Das ist das entscheidende Argument: 88 x 88 mm ist ein gängiges Ausschnittmaß, in das viele bestehende Schalttafeln bereits vorbereitet sind.

Seine sieben Untermenüs decken Batterien, Tanks, Temperaturen, Energiefluss AC und DC, Hauptschalter, Verbraucher und Bilgepumpen ab. Bei der Betriebsspannung geht er mit 8–64 V DC am weitesten von allen drei Geräten — relevant überall dort, wo höhere Bordnetzspannungen im Spiel sind. Die Stromaufnahme liegt bei 60 mA, im Stand-by bei 2 mA.

PSL: größer, frei anpassbar

Der PSL bringt ein 5-Zoll-Vollfarbdisplay mit kapazitivem Touchscreen aus Gorilla-Glas mit, dazu einen Helligkeitssensor, der die Displayhelligkeit automatisch anpasst. Er misst 157,5 x 105 x 35 mm bei einem Ausschnitt von 140 x 85 mm — deutlich mehr Fläche als der PSM 3 und damit kein Ersatz in einem vorhandenen 88er-Ausschnitt.

Bedient wird auf drei Seiten: Information (Batterie, Tank, Temperatur, Bilge), Energie (DC- und AC-Anlage inklusive angebundener Wechselrichter) und Steuerung (Hauptschalter bedienen, Verbraucher über Relaismodule schalten und dimmen). Die Anordnung der Anzeigeelemente lässt sich frei anpassen, wie man es vom Smartphone kennt; bei mehr als acht Symbolen wird die Anzeige seitlich verschoben.

Die Betriebsspannung liegt bei 8–32 V DC, die Stromaufnahme bei 90 mA und 10 mA im Stand-by.

PSL Plus: mit integriertem Tankinterface

Äußerlich und im Bedienkonzept entspricht der PSL Plus dem PSL — gleiches Display, gleiche Maße, gleicher Ausschnitt, gleiche Betriebswerte. Der Unterschied sitzt auf der Rückseite: Bis zu vier Tankgeber und zwei Temperatursensoren lassen sich direkt am Display anschließen.

Damit entfällt ein separates Tankinterface, sofern man mit vier Gebern auskommt. Eine Ausnahme bleibt: Für den Anschluss eines Durchflusssensors ist weiterhin das Tankinterface CMT3 erforderlich.

Zusätzlich lässt sich der PSL Plus sowohl senkrecht als auch waagerecht einbauen — praktisch dort, wo die Panelfläche die Ausrichtung vorgibt.

HinweisDie Rechnung für den PSL Plus geht über das eingesparte Interface: Wer vier Tanks überwacht, spart ein Gerät, dessen Einbauplatz und dessen Verkabelung. Bei mehr als vier Gebern kehrt sich der Vorteil um, weil dann ohnehin ein CMT3 dazukommt.

Die Entscheidung an drei Fragen

  1. Wie groß darf der Ausschnitt sein? 88 x 88 mm führt zum PSM 3, 140 x 85 mm zu den beiden großen. Diese Frage entscheidet bei Nachrüstungen häufig allein.
  2. Wie viele Tankgeber? Bis vier und ohne Durchflusssensor spricht das für den PSL Plus. Darüber hinaus braucht es ein CMT3, und der Vorteil entfällt.
  3. Welche Bordnetzspannung? Über 32 V bleibt der PSM 3 mit seinen 8–64 V DC die Wahl.

Mehrere Monitore an Bord

Da alle Geräte dieselben Busdaten lesen, ist ein zweiter Monitor an anderer Stelle ohne zusätzliche Sensorik möglich — typischerweise einer am Steuerstand, einer im Wohnbereich. Es wird nicht zweimal gemessen, sondern zweimal dieselbe Messung angezeigt.

Das ist auch der Grund, warum sich die Geräte mischen lassen: ein großer Monitor als Hauptbedienstelle, ein kompakter als Zweitanzeige. Voraussetzung ist nur, dass die Busverkabelung stimmt — also weiterhin eine Linie mit zwei Abschlüssen bleibt.

Typische Fehler bei der Auswahl

  • Nach Displaygröße entschieden, ohne den Ausschnitt zu messen. Bei Nachrüstungen die häufigste Fehlplanung.
  • PSL Plus bei mehr als vier Tanks. Das integrierte Interface entlastet dann nicht mehr.
  • Durchflusssensor beim PSL Plus eingeplant. Dafür bleibt das CMT3 erforderlich.
  • Zweiten Monitor mit eigener Sensorik geplant. Unnötig — alle Monitore lesen dieselben Busdaten.
  • Betriebsspannung übersehen. Über 32 V bleibt der PSM 3 die Wahl.
FAQ

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen PSL und PSL Plus?

Display, Maße und Bedienkonzept sind identisch. Der PSL Plus nimmt zusätzlich bis zu vier Tankgeber und zwei Temperatursensoren direkt an der Rückseite auf und erspart damit ein separates Tankinterface. Für einen Durchflusssensor bleibt das CMT3 trotzdem erforderlich.

Nein. Der PSM 3 braucht 88 x 88 mm, PSL und PSL Plus brauchen 140 x 85 mm. Bei einer Nachrüstung entscheidet dieses Maß häufig allein über die Wahl.

Nein. Alle Monitore lesen dieselben Busdaten und zeigen sie synchron an. Es wird nicht zweimal gemessen, sondern dieselbe Messung an zwei Stellen dargestellt — auch bei unterschiedlichen Gerätetypen.

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