Anleitung Batterie-Monitor BLS: Einbau, Shunt und Einstellungen

Der Batterie-Monitor BLS zeigt Ladezustand, Lade- und Entladestrom, Batteriespannung und Restzeit der Hauptbatterie sowie die Spannung von bis zu 2 weiteren Batterien und arbeitet nur zusammen mit dem Shunt SHE 300 an 12 V und 24 V.

Stand der Anleitung: REV 1H, Mai 2025, Software 1.2 und höher, 20 Seiten. Anleitung als PDF herunterladen · Zum Produkt BLS

Inhalt

Allgemeine Information, Lieferumfang, Garantie

Der Batterie-Monitor erkennt auf einen Blick den aktuellen Ladezustand der Batterie, Lade- und Entladeströme, die Batteriespannung, die restliche Betriebszeit bis zum einstellbaren Kapazitätsalarm der Hauptbatterie und die Spannung von bis zu 2 zusätzlichen Batterien. Er überwacht ständig Spannung und Strom der Hauptbatterie und erkennt Vollladung und vollständige Entladung. Bei jedem Zyklus werden die Werte für Batteriekapazität und Ladeeffizienz (CEF) angepasst.

Verwendungszweck: Der Monitor kann nur in Verbindung mit dem Shunt SHE 300 an Kleinspannung DC 12 V und 24 V betrieben werden. Er ist für Yachten oder Wohnmobile konstruiert und darf nur in geschlossenen Räumen betrieben werden, die vor Regen, Feuchtigkeit, Staub und Kondenswasser geschützt sind. Nicht verwenden, wo Explosionsgefahr durch Gas oder Staub besteht; nicht für den Einbau im Außenbereich geeignet.

Lieferumfang

  • Batterie-Monitor BLS
  • Shunt SHE 300
  • Steckbare Klemme MCVR3,5-4
  • 3 Sicherungshalter ASH1 mit Sicherung FSS 1A
  • Bedienungsanleitung

Optionales Zubehör (nicht im Lieferumfang): Temperatursensor Temp-BT (Bestell-Nr. 0 5900 3000), Interface für Ladegerät ACE-LIN (Bestell-Nr. 0 8000 4975).

Garantie

Garantie wird zwei Jahre ab Kaufdatum gewährt. Mängel infolge Material- oder Fertigungsfehler werden kostenlos beseitigt, wenn das Gerät dem Hersteller kostenfrei zugesandt wird, der Kaufbeleg beiliegt, das Gerät bestimmungsgemäß behandelt wurde und keine fremden Ersatzteile eingebaut oder Eingriffe vorgenommen wurden. Ausgenommen sind Schäden durch Überspannungen an den Eingängen bzw. falschen Anschluss, eingelaufene Flüssigkeiten oder Oxydation durch Kondensation sowie Blitzschlag. Folgeschäden und natürliche Abnützung fallen nicht unter die Garantie. Bei Garantiefall ist eine ausführliche Beschreibung des Mangels unerlässlich; unfrei zugehende Sendungen können nicht angenommen werden. Zum Haftungsausschluss und zur Qualitätssicherung siehe das PDF; das Typenschild darf nie entfernt werden.

Sicherheitshinweise

  • Es darf keine Veränderung am Gerät vorgenommen werden, sonst erlischt das CE-Zeichen.
  • Der Anschluss darf nur von Elektrofachkräften vorgenommen werden.
  • Vor dem Anschluss sind die Batteriezuleitungen abzuklemmen.
  • Auf die richtige Polung der Batterien achten.
  • Die Zuleitung zur Stromversorgung von Monitor und Shunt muss abgesichert werden.
  • Das Gerät ist nicht zur Benutzung durch Kinder bestimmt.

Montage des Monitors

Den Monitor an einer geschützten, trockenen und gut sichtbaren Stelle montieren. Der Einbauausschnitt beträgt 86 × 59 mm zuzüglich der Ausklinkungen gemäß Zeichnung in der Anleitung, die Mindesttiefe 35 mm. Auf der Rückseite befindet sich eine 4-polige Anschlussklemme für die Stromversorgung des Monitors und die Kommunikationsleitung zum Shunt.

Die Montage erfolgt über die rückseitige Klemmmontage: Je nach Wandstärke (1–5 mm oder 5–10 mm) werden die beiliegenden Befestigungswinkel aufrecht oder liegend auf die Befestigungsbolzen geschoben und mit der Rändelmutter festgezogen. Die Gumminoppen werden in die entsprechenden Bohrungen gedrückt und verhindern ein Verrutschen.

Die Stromversorgung des Monitors kann jederzeit unterbrochen werden, ohne dass Batteriezustandsdaten verloren gehen, denn diese werden im Shunt SHE 300 gespeichert. Daher sollte der Shunt dauerhaft mit der Batterie verbunden sein. Ist der Monitor ausgeschaltet, geht der Shunt in den Sleep-Mode und die Stromaufnahme sinkt auf 2 mA. Bleibt das Batteriesystem länger als 3 Monate ohne Ladung, sollte der Shunt ebenfalls von der Batterie getrennt werden.

Die LIN-Bus-Verbindung zwischen Monitor und Shunt erfolgt über eine 1-adrige Leitung, die auch aus einer beliebigen vorhandenen Leitung bestehen kann. Der Kabelquerschnitt sollte aus mechanischen Gründen mindestens 1 mm² und höchstens 1,5 mm² betragen.

Anschlussplan Batterie-Monitor BLS mit Shunt SHE 300, Hauptbatterie, Starter-Batterien und LIN-Bus

Montage und Anschluss des Shunts

Den Shunt SHE 300 an einer geschützten, trockenen Stelle so nah wie möglich an der Batterie montieren. Er muss in den MINUS-Pfad der Batterie angeschlossen werden. Kontakt des Shunts mit dem Plus-Anschluss der Batterien vermeiden.

Anschluss Verbindung
B- Minus-Anschluss der Hauptbatterie über ein kurzes, dickes Kabel (35–70 mm²); bei mehreren parallel geschalteten Batterien deren gemeinsamer Minuspol
V- Minuspol der bis zu zwei Starter-Batterien; empfohlen: alle Minus-Anschlüsse der Verbraucher, Ladeeinrichtungen und Starter-Batterien auf einer Massesammelschiene zusammenfassen und von dort eine kurze Leitung zu V-
Messleitung Pluspol der Hauptbatterie über einen Inline-Sicherungshalter (1 A); misst die Spannung der Hauptbatterie und versorgt den Shunt

Wichtig: Zwischen Anschluss B- und dem Batterie-Minuspol dürfen keine weiteren Leitungen angeschlossen werden, da sonst nicht alle Ströme erfasst werden und das Batterie-Management nicht arbeiten kann. Alle Leitungen des Bordnetzes einschließlich der Verbindungsleitung zur Starter-Batterie müssen auf der Seite V- des Shunts angeschlossen werden.

Nach Anlegen der Batteriespannung am Pin +1 geht der Shunt in Betrieb und zeigt den Betriebszustand per Leuchtdiode an:

LED Zustand
Schnelles Blinken Startphase und während Firmware-Update
Aufblitzen jede 1 s Normaler Betrieb
Aufblitzen jede 5 s Sleep-Mode (Stromsparmodus), wenn Monitor aus

Am 5-poligen Steckverbinder des Shunts sind folgende Anschlüsse vorhanden:

Pin Funktion
1 Batterie-Spannungsmessleitung (+1) und Stromversorgung des Shunts. Zwingend notwendig; nur im Winterlager trennen, um eine lückenlose Erfassung der Batteriekapazität zu ermöglichen.
2 Spannung (+2) einer zweiten Batteriegruppe (Starter-Batterie), optional; wird am Monitor als zweite Batteriegruppe angezeigt.
3 T-: Temperatursensor Minus (schwarze Litze), T+: Plus (blaue Litze); optionaler Temperatursensor Temp-BT.
4 LIN-Bus-Kommunikation mit Display; der Monitor BLS kommuniziert über diese Leitung mit dem Shunt SHE 300 und dem Ladegerät ACE.

Der Temperatursensor sollte außen am Gehäuse der Batterie befestigt werden. Er hat keinen aktiven Einfluss auf Kapazitätsberechnung oder Ladung, sondern dient nur zur Information und warnt vor zu hoher Batterietemperatur. Wird ein philippi-Ladegerät ACE angeschlossen, liefert dieses die Temperaturinformation und ein zweiter Fühler wird nicht benötigt.

Interface ACE-LIN

Sonderzubehör, Serie bei BLS-Set-Plus. Zur Kommunikation des Monitors BLS mit einem Ladegerät der Serie ACE muss in das Ladegerät ein Interface ACE-LIN eingesetzt werden. Bei den Modellen ACE 12/60 und ACE 24/30 muss dazu der integrierte Monitor entfernt und gegen das Interface ACE-LIN ausgetauscht werden. Vor Beginn der Arbeiten das Ladegerät vom AC-Netz trennen.

  1. Frontseitige Abdeckung des Ladegeräts entfernen und Kabeldurchführung vorbereiten: Metallzunge mit einer Flachzange ausbrechen, Gummi-Kabeltülle einsetzen, Abdeckung und Leitung einsetzen.
  2. Interface-Platine ACE-LIN einsetzen; sie wird durch drei Plastikklammern des Gehäuses gehalten.
  3. Den 16-poligen Stecker des Flachbandkabels in den passenden roten Steckverbinder auf der Hauptplatine des Ladegeräts einstecken.
  4. DIP-Schalter prüfen: Nur wenn die DIP-Schalter des Ladegeräts auf ABCD = „1111“ stehen, kann die Ladekennlinie vom Monitor BLS aus eingestellt werden (auch eine benutzerdefinierte Kennlinie). Ansonsten gilt die über die DIP-Schalter eingestellte Kennlinie. Achtung: Bei Modellen mit der Serienbezeichnung „J63“ muss die Ladekennlinie über den DIP-Schalter am Gerät eingestellt werden, da dies über den Monitor aufgrund eines Prozessorfehlers nicht möglich ist.
  5. Den Anschluss „LIN“ des Interface ACE-LIN über eine 1-adrige Leitung mit dem Anschluss „LIN“ des Shunts SHE 300 und des Monitors BLS verbinden. Die Reihenfolge der Geräte auf der LIN-Leitung spielt keine Rolle; der LIN-Anschluss am Interface ist doppelt vorhanden. Idealer Leiterquerschnitt: 1 mm².

Wichtig: Monitor, Shunt und Ladegerät müssen dasselbe Minuspotential besitzen, also an einen gemeinsamen Minuspunkt (Batterie-Minus) angeschlossen sein.

Einstellungen am Monitor

Zum Aufruf der Einstellungen im Hauptbildschirm das Zahnradsymbol rechts unten drücken. Es erscheint die PIN-Abfrage; im Auslieferungszustand lautet die PIN „1234“. Nach Eingabe und Bestätigung mit OK gelangt man ins Einstellungsmenü mit den Bereichen 1. Anzeige, 2. Batterie-Management, 3. Ladegerät-Einstellungen, 4. Alarme.

Anzeige

Einstellbar sind Sprache (DE/FR/GB …), Helligkeit max. 20–100 %, Helligkeit Auto ON/OFF, Auto Stand-by OFF/x s/min, PIN ändern, Werkseinstellungen und Schwelle Nachtmodus (3–30). Die Schwelle Nachtmodus dient zum Kalibrieren des Lichtsensors im Automatikbetrieb: Den Lichtsensor (links mittig des Displays) mit dem Finger abdecken, den in der Klammer stehenden Wert ablesen, zwei addieren und diesen Wert nach Aufruf durch kurzen Druck eintragen. Fällt der Messwert unter den eingestellten Wert, wird das Display abgedunkelt; übersteigt er die Schwelle +10 wieder, wird es wieder normal beleuchtet.

Alarme

Ein Batterie-Alarm wird immer im Batteriesymbol angezeigt. Zusätzlich können ein optischer Alarm (Displaybeleuchtung blinkt) und ein akustischer Alarm (interner Summer) konfiguriert werden. Beide können durch Berühren des Bildschirms quittiert werden bzw. nach einer definierbaren Zeit selbstständig abschalten.

Spannungsalarme: Liegt am Shunt an Klemme (+2) oder am Monitor an Klemme (+3) eine Spannung > 1 V an, wird sie als weitere Batterie angezeigt. Sinkt oder übersteigt die Spannung 30 s lang den eingestellten Schwellwert, kann ein optischer und akustischer Alarm erzeugt werden; mögliche Einstellwerte 10 V bis 16 V.

Kapazitätsalarme: Unterschreitet die Batterie die eingestellte Kapazitätsschwelle, erscheint am Monitor ein Hinweis zum Laden (Batterie erscheint rot). Voreinstellung: 50 %. Bei weiter sinkendem Ladezustand lösen die Schwellen Batterie Reserve (20 %) und Batterie Tiefentladung je nach Konfiguration einen Alarm aus.

Bereich Einstellung
Allgemein optischer Alarm Beleuchtung blinkt / aus; Alarm auto off 0–255 s (0 = immer an)
Batterie 1 Kapazitätsalarm (%), Batterie leer (20 %), Batterie Tiefentladung (0 %), Überspannung (V), Temperatur max. (°C), je mit akustischem Alarm Ein/Aus
Batterie 2/3 Unterspannung und Überspannung einstellbar (V), je mit akustischem Alarm Ein/Aus

Durch kurzen Druck auf die jeweilige Zeile wird der akustische Alarm ein- bzw. ausgeschaltet, bei langem Druck (> 2 s) kann der Schwellwert editiert werden.

Batterie-Management

Bei Inbetriebnahme müssen Name, Nennkapazität, Nennspannung und Batterietyp eingestellt werden. War die Batterie dabei nicht vollgeladen, muss sie zwingend vollgeladen werden, um die Anzeige mit dem Ladezustand zu synchronisieren.

Einstellung Bedeutung
Name Wird im Batteriesymbol angezeigt und erleichtert die Zuordnung.
Nennkapazität 1–1999 Ah. Nur einstellen, wenn die Batterien zu 100 % geladen sind, da dabei die Kapazitätsanzeige auf 100 % und alle internen Zähler auf 0 gesetzt werden.
Nennspannung Die Nennspannung der Service-Batteriegruppe auf 12 V einstellen, damit die Kapazitätsberechnung ordnungsgemäß erfolgt.
Batterietyp GEL, NASS, AGM, Lithium, INDIV; passt die Erkennung „Batterie leer“ und „Batterie voll“ an.
Ah-Wirkungsgrad (CEF) Bleibatterien liegen zwischen 80 % und 95 %. Sinkt der CEF im Betrieb unter 70 %, hat die Batterie grundsätzlich das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Voreinstellung 95 %; wird automatisch über einen gleitenden Mittelwert der 4 letzten Zyklen angepasst.
Zyklentiefe Um wie viel Prozent eine Batterie entladen und geladen werden muss, damit ein Ladezyklus gezählt wird. Starter-Batterien 10–20 %, GEL-Batterien bis zu 50 %.
Peukert-Faktor Passt die Restzeit bei hohen Entladeraten an. Normalerweise nicht verändern; üblich sind 1,27 für Blei-Batterien und 1,02 für Lithium-Systeme, sofern keine abweichenden Werte vorliegen.
Name 2 / Name 3 Name der Zusatzbatterien im Batteriesymbol.
Shunt-Typ / Software-Version / Update Zeigt Typ und Softwarestand des Shunts. Mit „Software aktualisieren“ kann ein Firmware-Update (Datei PB99R1 auf der SD-Karte) aufgespielt werden: Shunt stromlos machen (grünen Stecker abziehen), Taste START betätigen und innerhalb von 30 Sekunden den Shunt wieder mit Strom versorgen. Der erfolgreiche Vorgang wird am Bildschirm angezeigt.

Ladegerät

Sobald das Ladegerät mit Netzspannung versorgt wird, kann der Monitor mit ihm kommunizieren. Einstellbar bzw. ablesbar sind Ladekennlinie, Charge Control (Steuerung des Ladevorgangs durch Ladegerät oder Batterie-Monitor), das angeschlossene Ladegerät (ACExx) mit Softwarestand und der Softwarestand des ACE-LIN-Interfaces. Bei individueller Ladekennlinie können die Ladeparameter editiert werden: maximale Ladespannung (Boost), maximale Boost-Dauer, Erhaltungs-Ladespannung (Float) und Stromschwelle in % der Maximalleistung zum Wechsel in die Erhaltungsladung. Ist kein philippi-Ladegerät der Serie ACE angeschlossen oder nicht mit Netzspannung versorgt, können keine Einstellungen vorgenommen werden.

Betrieb

Auf der Hauptseite kann zwischen den zwei Hauptbildschirmen Batterie und Lademodus umgeschaltet werden, sofern ein philippi-Ladegerät ACE mit Interface ACE-LIN installiert ist (BLS-Set Plus). Ansonsten ist nur der Batterie-Bildschirm verfügbar.

Der Batterie-Bildschirm zeigt links die über den Shunt gemessene Hauptbatterie. Im Pfeil werden aktueller Strom und Batteriespannung angezeigt; ein grüner Pfeil bedeutet Laden, ein roter Pfeil Entladen. Rechts erscheinen bis zu zwei Spannungen der Zusatzbatterien. Die Balkenhöhe zeigt den Füllstand; der untere graue Anteil ist der nicht nutzbare Anteil der Nennkapazität, der bei der letzten vollständigen Entladung festgestellt wurde, und gibt Aufschluss über den Lebenszustand der Batterie. Die beiden unteren Tasten: AC-Netz (zeigt bei angeschlossenem ACE die Netzspannung; Druck wechselt zum Ladebildschirm) und SETUP (Einstellungen, siehe oben). Ein kurzer Druck auf das Batteriesymbol wechselt zwischen Kapazität in %, Kapazität in Ah, Restzeit und Batterietemperatur.

Meldung Bedeutung
„Nicht synchronisiert“ Der Shunt wurde neu gestartet, der Kapazitätswert entspricht noch nicht dem wahren Stand. Batteriegruppe mit einem Ladegerät vollladen; die Meldung erlischt dann automatisch.
„Batterie nachladen“ Die Kapazität hat die eingestellte Warnschwelle unterschritten. Für eine hohe Lebensdauer bei nächster Gelegenheit laden.
„Reserve“ Weniger als 20 % Restkapazität; umgehend aufladen, um Tiefentladung zu verhindern.
„Batterie leer“ Batterie vollständig entladen; alle Verbraucher abschalten und umgehend laden.
„Temperatur“ Die Batterietemperatur liegt außerhalb des zulässigen Bereichs.

Der Lade-Bildschirm zeigt den Betriebszustand des aktiven Ladegeräts ACE; ist es vom Netz getrennt oder keines angeschlossen, ist er nicht aktiv. Im grünen Pfeil stehen aktueller Strom und Ladespannung, im Batteriesymbol die Ladephase (Starkladen / Vollladen / Erhaltung) und die Batterietemperatur, rechts Netzspannung und Frequenz. Tasten: Return (zurück zum Batterie-Bildschirm), LIMIT +/− (Ladestrom in 10-%-Schritten an Batterieanlage oder schwach abgesicherten Landanschluss anpassen, Minimalwert 40 %) und Night-Mode (bei Geräten mit aktivem Lüfter Lüfter abschalten; der max. Ladestrom wird an die thermischen Verhältnisse limitiert; nach 8 h automatisch deaktiviert).

Batterie-Historie

Durch langes Drücken (2 Sekunden) des Batteriesymbols erscheinen Anzahl der Ladezyklen, Anzahl der Tiefentladungen, mittlere Entladetiefe, tote (nicht nutzbare) Kapazität, Batterienutzung sowie maximaler Lade- und Entladestrom, minimale und maximale Spannung und niedrigste und höchste Temperatur (diese Werte aus einem 45-s-Intervall). Der Return-Pfeil führt zurück zur Hauptseite.

Ladezyklen: Ein Zyklus wird gezählt, wenn die Batterie um die in der Zyklentiefe eingestellte Kapazität entladen und wieder geladen wurde. Standard-Starterbatterien haben eine Lebensdauer von 30–50 Zyklen, bei Zyklenbatterien ist mit bis zu 300 Zyklen zu rechnen, wenn ein modernes Ladegerät verwendet wird; diese Werte sind nur bei ordnungsgemäßer Pflege zu erreichen. Tiefentladungen: Jede vollständige Entladung bis zur Spannungsuntergrenze (9–11,5 V je nach Last) zählt als Tiefentladung und sollte vermieden werden; nach einer Tiefentladung umgehend wieder aufladen. Mittlere Entladetiefe: durchschnittlich entladener Kapazitätsanteil der vergangenen 10 Zyklen.

Reset der Zähler: Beim Einsetzen eines neuen Batteriesatzes müssen Zyklen, Tiefentladungen und Total-Kapazitätszähler auf Null gesetzt werden: obere „000“-Taste drücken und mit der PIN bestätigen (Default 1234). Die Min/Max-Zähler werden über die untere „000“-Taste und PIN-Eingabe zurückgesetzt.

Kapazitätsberechnung

Erkennung der Vollladung: Eine Batterie gilt als vollständig geladen (100 %), wenn je nach Batterieart die Bedingungen erfüllt sind. Beispiel Blei-Säure-Batterien: (1) Ladespannung 13,4 V eingehalten, (2) Ladestrom unter 2 % der eingestellten Kapazität gesunken und (3) geladene Kapazität größer als die zuvor entnommene Kapazität; oder (1) Ladespannung 14,0 V eingehalten und (2) Ladestrom unter 1 % der Kapazität. Werden die Parameter 3 Minuten erfüllt, wird die aktuelle Kapazität auf 100 % zurückgesetzt. Für andere Batteriearten gelten angepasste Werte.

Nicht nutzbarer Anteil: Fällt die Batteriespannung vorzeitig unter bestimmte Schwellen, wird der Ladezustand automatisch auf 20 % bzw. bei vollständiger Entladung auf 0 % gesetzt und, sofern möglich, die nicht verfügbare Kapazität ermittelt und als graue Fläche dargestellt. Bei normalen Entladungen kleiner C10 ist sie ein Indikator für die Alterung der Batterie, bei Hochstrombelastungen größer C5 (z. B. Elektroboote) für die übliche verminderte Kapazität bei hoher Last. Die Erkennung ist nur möglich, wenn die Batterie bis zur ersten Entladegrenze (abhängig von Batterietyp und Last, unter ca. 11,5 V) entladen wird; sonst wird von einer 100 % intakten Batterie ausgegangen. Empfohlen wird, dies jährlich einmal zum Saisonstart vorzunehmen.

Restzeit: Zeit, die die Hauptbatterie mit dem aktuellen Stromverbrauch noch verwendet werden kann, bis der Kapazitätsalarm erreicht wird. Beim Laden wird die voraussichtliche Ladedauer bis ca. 95 % angezeigt. Maximalwert beim Entladen: 99,9 Stunden. Die Restzeit wird automatisch mit der Peukert-Funktion korrigiert.

Ladezustand: Beim Aufladen wird der Ah-Wirkungsgrad (C.E.F.) berücksichtigt, indem der Ladestrom mit dem C.E.F.-Wert (in %) bewertet wird.

Tipps und Tricks

  • Verlöscht die Meldung „nicht synchronisiert“ trotz 100 % Vollladung (U > 14,0 V und I < 2 % der Nennkapazität) nicht, kann man dies durch Verändern der Nennkapazität um 1 Ah manuell erzielen. Prüfen, ob jede Ladequelle richtig erkannt wird; Ladeströme sind immer positiv, wenn gleichzeitig alle Verbraucher abgeschaltet sind.
  • Funktioniert die Batterie-Voll-Erkennung nicht, Ladespannung des Ladegeräts bzw. der Solaranlage prüfen und die Batterieart auf NASS stellen, um mit den kleinstmöglichen Werten zu arbeiten. Jede Ladequelle einzeln prüfen. Am Minuspol der Batterie darf nur der Shunt mit dem Anschluss B- angeschlossen sein, sonst nichts.
  • PIN vergessen: Auf der Seite der PIN-Eingabe die DEL-Taste 10 Sekunden drücken, dann wird die PIN auf die Werkseinstellung „1234“ zurückgesetzt.

Software-Update

Für das Update des Monitors wird eine Micro-SD-Karte benötigt. Die Software-Datei auf die zuvor leere Karte kopieren (ohne Ordner, oberste Ebene). Die Karte in den SD-Schacht auf der Rückseite des Monitors einschieben und die Stromversorgung des Monitors trennen. Anschließend die Stromversorgung wieder einschalten: Der Bildschirm zeigt, dass eine neue Software erkannt wurde und automatisch installiert wird, mit Fortschrittsanzeige. Danach die SD-Karte entnehmen. Startet der Monitor nach dem Einlegen normal, wurde keine SD-Karte erkannt oder die Software ist auf dem neuesten Stand.

Technische Daten

Versorgungsspannung DC 8–30 V
Stromaufnahme Monitor 60 mA bei max. Displayhelligkeit, 5 mA im Sleep-Mode
Stromaufnahme Shunt 20 mA, 2 mA im Sleep-Mode
Shunt 0,1 mΩ
Messbereich U1 0–35 V, Auflösung 30 mV, Genauigkeit 0,25 %
Messbereich U2 0–35 V, Auflösung 30 mV, Genauigkeit 0,25 %
Strombelastbarkeit Shunt 300 A, 600 A 1 min, 1500 A 0,5 s
Messbereich I (Shunt) −600 … +600 A, Auflösung 10 mV, Genauigkeit 0,5 %
Messbereich T (ext. Fühler) −15 … 60 °C, Auflösung 1 K, Genauigkeit 1 K
Abmessungen Monitor B 105 × H 75 × T 40 mm
Abmessungen Shunt L 118 × B 40 × H 65 mm
Anschlüsse Shunt Bolzen M8

Konformität: EU-Richtlinie 2014/30/EG „Elektromagnetische Verträglichkeit“, Störfestigkeit EN 61000-6-1, Störaussendung EN 61000-6-3; bestätigt durch das CE-Kennzeichen. Entsorgung: örtliche Vorschriften beachten und die Sammelstellen für Elektro-/Elektronik-Altgeräte nutzen.

Häufige Fragen

Was zeigt der Batterie-Monitor BLS an?

Der BLS zeigt den aktuellen Ladezustand der Batterie, Lade- und Entladeströme, die Batteriespannung und die Restbetriebszeit bis zum einstellbaren Kapazitätsalarm der Hauptbatterie. Zusätzlich zeigt er die Spannung von bis zu 2 weiteren Batterien. Alarme für Kapazität sowie für Unter- und Überspannung lassen sich einstellen.

Wie wird der Shunt SHE 300 angeschlossen?

Der Shunt kommt in den Minus-Pfad der Batterie, so nah wie möglich an der Service-Batterie. Die mit B- markierte Seite geht an den Minuspol der Hauptbatterie, alle Verbraucher, Ladequellen und Starter-Batterien an die Seite V-. Die Messleitung wird über eine 1-A-Sicherung an den Pluspol der Hauptbatterie angeschlossen.

Welche PIN gilt im Auslieferungszustand und was tun bei vergessener PIN?

Im Auslieferungszustand ist die PIN 1234. Wurde sie vergessen, lässt sie sich auf der Seite der PIN-Eingabe zurücksetzen: Die DEL-Taste 10 Sekunden lang drücken, dann gilt wieder die Werkseinstellung 1234. Die PIN lässt sich auch im Einstellungsmenü unter Anzeige ändern.

Was tun, wenn „nicht synchronisiert“ erscheint?

Die Meldung erscheint, wenn der Shunt neu gestartet wurde und der angezeigte Kapazitätswert noch nicht dem wahren Stand entspricht. Die Batteriegruppe muss dann mit einem Ladegerät vollgeladen werden, die Meldung erlischt danach automatisch. Bleibt sie trotz Vollladung bestehen, hilft es, die Nennkapazität um 1 Ah zu verändern.

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