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Solarertrag berechnen

Kurz beantwortet

Tagesertrag = Modulleistung in Wattpeak × Sonnenstunden × Systemwirkungsgrad × Faktor für die Aufstellung; geteilt durch die Bordnetzspannung ergibt das Amperestunden. Sonnenstunden liegen je nach Region und Jahreszeit zwischen knapp einer und gut sechs pro Tag. Der Wirkungsgrad enthält Regler, Temperatur, Verschmutzung und Leitungsverluste — MPPT liegt deutlich über PWM.

Ihre Angaben

Gerechnet wird mit Sonnenstunden — der Anzahl Stunden pro Tag, in denen ein Modul rechnerisch seine volle Nennleistung liefert. Die Werte gelten für flach liegende Module; wie viel eine Neigung bringt, hängt stark von der Jahreszeit ab.

Ergebnis

Angaben eintragen und auf „Berechnen“ klicken. Der Rechenweg wird mit ausgegeben.

Das Ergebnis ist eine Planungsgröße, keine Abnahme. Maßgeblich sind die Datenblätter der eingesetzten Bauteile und die geltenden Normen.

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Was Sonnenstunden bedeuten

Gerechnet wird nicht mit Tageslicht, sondern mit Sonnenstunden: der Anzahl Stunden pro Tag, in denen ein Modul rechnerisch seine volle Nennleistung liefern würde. Ein Sommertag an der Ostsee bringt in dieser Rechnung etwa 4,5 Stunden, derselbe Tag im Mittelmeerraum über 6, ein Wintertag in Mitteleuropa knapp eine.

Warum nie 100 Prozent ankommen

Zwischen Modul und Batterie liegen Verluste: der Regler, die Temperatur der Zellen — warme Module liefern weniger —, Verschmutzung, ein nicht optimaler Neigungswinkel und die Leitungen. Der Rechner setzt dies als Systemwirkungsgrad an, mit einem höheren Wert für MPPT- und einem niedrigeren für PWM-Regler.

Verschattung wirkt überproportional

Schon ein Schatten über einer einzelnen Zelle — vom Mast, von der Reling, von einem Ast — kann den Ertrag des ganzen Strangs deutlich einbrechen lassen. Getrennte Regler je Modul oder eine andere Aufstellung bringen hier mehr als zusätzliche Wattpeak.

Vom Ertrag zur Auslegung

Der Wert ist ein Tagesmittel für die gewählte Jahreszeit. Einzelne Tage liegen deutlich darüber oder darunter — für die Auslegung zählt nicht der gute Tag, sondern ob die Batterie-Bank die schlechten überbrückt. Sinnvoll ist deshalb der Vergleich mit der Tagesbilanz: Deckt der Ertrag den Verbrauch, oder zehrt jeder Tag ein Stück von der Reserve?

Der Winter ist ein eigener Fall

An den meisten Standorten trägt Solar im Winter nicht viel mehr als den Ruhestrom der Anlage. Wer über die Standzeit überwachen will, plant Landstrom oder eine entsprechend große Batterie-Bank ein — eine Überwachung, die selbst die Batterie leert, ist schlechter als keine.

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