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Tanks über das CMT3 einbinden: Sensortypen und Kennlinien

6 Min Lesezeit
Kurz beantwortet

Das CMT3 bindet bis zu vier Tankgeber in den P-Bus ein und versteht Widerstandsgeber (10–180 Ohm, 240–33 Ohm oder frei 0–300 Ohm), 4–20-mA-Stromsignale, Ultraschallgeber mit 0,5–2,5 V und Schwimmerschalter — auch von Fremdherstellern. Sensortyp, Tankgröße, Kennlinie und Alarmlevel werden nicht am Interface, sondern über die System-Monitore PSM 3 oder PSL eingestellt.

Das Tank-Interface CMT3 nimmt bis zu vier Tankgeber auf, misst sie eigenständig aus und stellt die Werte dem gesamten P-Bus zur Verfügung. Der eigentliche Wert liegt in seiner Breite: Es versteht fünf verschiedene Signalarten und arbeitet auch mit Gebern von Fremdherstellern.

Welche Sensoren angeschlossen werden können

Das CMT3 unterstützt die im Bordnetz üblichen Signalarten:

  • Widerstandsgeber 10–180 Ohm. Die europäisch verbreitete Kennlinie.
  • Widerstandsgeber 240–33 Ohm. Die amerikanische Variante — gegenläufig zur ersten.
  • Frei einstellbarer Widerstandsbereich 0–300 Ohm. Der Auffangfall für Geber, die keiner der beiden Standardkennlinien folgen.
  • Stromsignal 4–20 mA. Typisch für hydrostatische Tauchsonden.
  • Spannungssignal 0,5–2,5 V. Typisch für Ultraschallgeber.
  • Schwimmerschalter vom Typ 0–1. Zwei Zustände statt eines Füllstands — eine Grenzwertmeldung.

Der frei einstellbare Bereich ist der Grund, weshalb sich auch Bestandsgeber weiterverwenden lassen. Beim Refit ist das oft der Unterschied zwischen „Interface nachrüsten“ und „Tanks öffnen und Geber tauschen“.

Anschluss und Einbau

Die Tankgeber werden über steckbare Schraubklemmen aufgelegt, die P-Bus-Anbindung erfolgt über M12; ein passendes T-Kabel liegt bei. Die Betriebsspannung beträgt 8–32 V DC, die Stromaufnahme ist mit 7,5 mA im Stand-by und 10 mA aktiv gering genug, um bei der Bilanz keine Rolle zu spielen. Das Gehäuse misst 107 x 85 x 40 mm.

Beim Einbauort gilt dieselbe Überlegung wie bei jeder Sensorbündelung: Das Interface gehört zu den Sensoren, nicht zum Monitor. Von den Tankdurchführungen sind die Wege dann kurz, und zum Bus führt eine einzige M12-Leitung.

Parameter am Monitor einstellen

Konfiguriert wird nicht am Interface, sondern über die System-Monitore PSM 3 oder PSL. Vier Parameter gehören je Tank gesetzt:

  1. Sensortyp. Der erste und wichtigste Wert — ohne ihn deutet das Interface das Signal falsch.
  2. Tankgröße. Das nutzbare Volumen, nicht das Nennvolumen des Tanks.
  3. Tankkennlinie. Die Korrektur für Tanks, deren Querschnitt sich über die Höhe ändert.
  4. Alarmlevel. Getrennt für leer und voll, je nach Tankart unterschiedlich sinnvoll.

Die Anzeige erfolgt wahlweise in Litern oder in Prozent. Beides hat seinen Platz: Prozent ist für den schnellen Blick besser, Liter für die Planung der nächsten Etappe.

Die Kennlinie: warum halbe Höhe nicht halbes Volumen ist

Ein Geber misst Höhe. Was interessiert, ist Volumen. Bei einem rechteckigen Tank ist das dasselbe — bei einem Tank, der dem Rumpf oder dem Möbelbau folgt, nicht.

Typisches Symptom: Die Anzeige fällt in der oberen Hälfte schnell und scheint unten stehenzubleiben. Der Geber arbeitet dabei völlig korrekt; nur die Umrechnung von Höhe in Volumen fehlt.

Praktisch geht man so vor: Beim ersten vollständigen Befüllen wird an mehreren Punkten notiert, wie viel tatsächlich eingefüllt wurde und was die Anzeige zeigt. Aus diesen Wertepaaren entsteht die Korrektur. Das ist ein Nachmittag Arbeit und danach nie wieder ein Thema.

HinweisDie Kompensation braucht reale Messpunkte. Sie lässt sich nicht sinnvoll am Einbautag setzen — einzutragen sind zunächst Sensortyp und Volumen, die Feinkorrektur folgt bei der ersten Befüllung.

Wasserverbrauch und Watermaker

Neben Füllständen lässt sich über das CMT3 auch der Durchfluss erfassen. Mit zwei Durchflusssensoren wird ein Watermaker eingebunden: einer misst, was verbraucht wird, der andere, was produziert wird.

Das ist eine grundsätzlich andere Messung als der Füllstand — sie zählt Mengen, statt einen Pegel abzulesen — und deshalb dort interessant, wo eine Füllstandsmessung schwierig ist oder wo die Bilanz wichtiger ist als der Momentanwert.

Wenn die Anzeige nicht stimmt

  • Spiegelverkehrte Anzeige — voll wird leer gemeldet: die beiden Widerstandskennlinien sind vertauscht.
  • Erreicht nie ganz voll — Tankhöhe zu groß eingetragen, oder bei Ultraschall liegt der Pegel in der oberen Totzone des Gebers.
  • Wert springt — bei Ultraschall Schwappen oder Schaum, bei Widerstandsgebern ein wackelnder Massekontakt.
  • Oben richtig, unten falsch — die Kennlinie ist nicht kompensiert.
  • Gar kein Wert — zuerst Sensortyp prüfen, dann die Klemme, dann erst den Geber verdächtigen.

Typische Fehler

  • Sensortyp geraten. Eine sich bewegende Anzeige beweist nicht, dass der Typ stimmt.
  • Interface beim Monitor montiert. Es gehört zu den Tanks — dorthin sind die Wege kurz.
  • Nennvolumen statt nutzbarem Volumen. Meldet Restmengen, an die man nicht herankommt.
  • Kennlinie übersprungen. Der häufigste Grund für eine Anzeige, der niemand mehr glaubt.
  • Vier Geber geplant, fünf gebraucht. Das CMT3 nimmt vier auf — der fünfte Tank verlangt ein zweites Interface.
FAQ

Häufige Fragen

Kann ich vorhandene Tankgeber weiterverwenden?

In der Regel ja. Das CMT3 versteht die beiden Standard-Widerstandskennlinien, einen frei einstellbaren Bereich von 0–300 Ohm, 4–20-mA-Stromsignale, Ultraschallspannungen und Schwimmerschalter — auch von Fremdherstellern.

Nicht am Interface selbst, sondern über die System-Monitore PSM 3 oder PSL. Dort werden Sensortyp, Tankgröße, Kennlinie und Alarmlevel gesetzt und die Anzeige wahlweise auf Liter oder Prozent gestellt.

Vier, auch unterschiedlichen Typs. Für einen fünften Tank wird ein zweites Interface gesetzt. Zusätzlich lassen sich über zwei Durchflusssensoren Verbrauch und Produktion eines Watermakers erfassen.

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