Finden Sie Ihren passenden Tankgeber

Eine zuverlässige Füllstandsmessung ist an Bord kein Luxus, sondern eine grundlegende Voraussetzung für Sicherheit und Komfort.

Egal ob Frischwasser, Kraftstoff oder Abwasser – nur wer seine Tankinhalte präzise im Blick hat, kann vorausschauend handeln und Ausfälle vermeiden.

Deshalb bieten wir ein durchdachtes Portfolio an Tankgebersystemen: von bewährten Schwimmerlösungen der TGT-Serie über präzise hydrostatische Sensoren der TGW-Reihe bis hin zu innovativen, berührungslosen Systemen wie Gobius. Jedes dieser Systeme wurde entwickelt, um unterschiedlichen Anforderungen an Bord gerecht zu werden – sei es in Bezug auf Einbausituation, Medium oder gewünschte Messgenauigkeit.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Technologien gibt und wie Sie die passende Lösung für Ihre Anwendung auswählen.

Tankgeber für Metalltanks

Bei der Auswahl eines geeigneten Tankgebers für einen Metalltank ist entscheidend zu verstehen, dass nicht alle Messverfahren gleichermaßen funktionieren.

Insbesondere berührungslose Systeme, wie Ultraschall-Tankgeber, sind für den Einsatz an Metalltanks ungeeignet da die Metallwand reflektiert und dämpft die Signale so stark, dass keine zuverlässige Füllstandsmessung möglich ist. Auch Sensoren, die von außen durch die Tankwand messen sollen, liefern in der Praxis keine brauchbaren Ergebnisse und führen häufig zu Fehlmessungen oder kompletten Ausfällen.

Für Metalltanks empfiehlt es sich daher, ausschließlich auf Sensoren zu setzen, die direkt im Tank arbeiten. Dazu zählen vor allem Tauchrohrgeber, die unabhängig vom Tankmaterial präzise Messergebnisse liefern und sich für verschiedene Medien wie Wasser, Diesel oder Abwasser eignen.

Ebenso bewährt haben sich klassische Schwimmergeber, die mechanisch arbeiten und als robuste sowie zuverlässige Lösung gelten. Alternativ können auch Drucksonden eingesetzt werden, die den Füllstand über den hydrostatischen Druck erfassen und besonders bei größeren Tanks Vorteile bieten.

Tankgeber für Plastiktanks

Bei Kunststofftanks gestaltet sich die Auswahl des passenden Tankgebers deutlich flexibler als bei Metalltanks. Im Gegensatz zu Metall sind Kunststoffe nicht leitfähig und dämpfen oder reflektieren Signale wesentlich weniger, wodurch auch berührungslose Messverfahren zuverlässig eingesetzt werden können. Besonders Ultraschall-Tankgeber eignen sich hier gut, da die Signale durch die Tankwand übertragen werden können und eine präzise Füllstandsmessung ermöglichen, ohne dass ein direkter Kontakt mit dem Medium erforderlich ist. Das macht sie ideal für Anwendungen, bei denen keine Öffnung im Tank gewünscht ist oder aggressive Medien gemessen werden sollen.

Neben Ultraschalllösungen funktionieren selbstverständlich auch klassische innenliegende Sensoren problemlos in Kunststofftanks. Tauchrohrgeber liefern sehr genaue Messwerte und sind unabhängig vom Tankmaterial einsetzbar. Auch Schwimmergeber stellen eine robuste und bewährte Lösung dar, insbesondere bei einfacheren Anwendungen. Drucksonden können ebenfalls verwendet werden und bieten sich vor allem bei größeren Tanks oder wechselnden Füllständen an.

Schwimmergeber der TGT-Serie eignen sich vor allem für saubere Medien wie Frischwasser und Diesel, da sie hier zuverlässig und präzise arbeiten. Bei verschmutzten Flüssigkeiten wie Grau- oder Schwarzwasser sind sie hingegen weniger geeignet.

Hydrostatische Geber der TGW-Serie sind deutlich robuster gegenüber verschmutzten oder problematischen Medien und können daher gut für Abwasser, aber auch für Frischwasser und Kraftstoffe eingesetzt werden.

Kapazitive Geber wie die TDS-Serie sind vielseitig und eignen sich für Frischwasser und Diesel, teilweise auch für Grauwasser, reagieren jedoch empfindlicher auf wechselnde Medienzusammensetzungen.

Berührungslose Systeme wie Gobius sind ideal für Abwasser- und Schwarzwassertanks, da sie ohne Kontakt zum Medium arbeiten und dadurch besonders wartungsarm sind.

GOBIUS Sensoren

Da die Sensoren von außen am Tank angebracht werden und über Vibrationsmessung arbeiten, ist kein Eingriff in den Tank notwendig.

Es müssen weder Öffnungen geschaffen noch Bauteile ins Innere eingebracht werden. Das macht Gobius besonders attraktiv für Nachrüstungen, schwer zugängliche Tanks oder Systeme, bei denen Hygiene und Dichtheit eine große Rolle spielen, wie etwa bei Abwasser- und Schwarzwassertanks.

Zudem kommen die Sensoren ohne bewegliche Teile im Tank aus, wodurch sie weitgehend wartungsfrei sind und unempfindlicher gegenüber Verschmutzungen oder Ablagerungen reagieren.

Allerdings ist der Einsatz von Gobius nicht in jeder Situation optimal. Die Funktionsweise setzt voraus, dass das Signal durch das Tankmaterial zuverlässig übertragen werden kann, weshalb Material, Wandstärke und die äußeren Montagebedingungen eine entscheidende Rolle spielen. Auch die Tankgeometrie kann Einfluss nehmen: Einbauten, unruhige Flüssigkeiten oder ungünstige Montagepositionen können die Messergebnisse beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass viele Gobius-Systeme nicht als klassische kontinuierliche Füllstandsanzeige arbeiten, sondern mit definierten Schaltpunkten. Für Anwendungen, bei denen eine sehr genaue und durchgängige Anzeige des Füllstands erforderlich ist, können daher andere Messprinzipien besser geeignet sein.

Die Wahl des richtigen Tankgebers hängt somit maßgeblich vom eingesetzten Medium und den jeweiligen Anforderungen an Bord ab – nur wenn Technik und Einsatzbereich optimal zusammenpassen, ist eine dauerhaft zuverlässige Füllstandsmessung gewährleistet.